Tag 1 Konstanz – Langenrain

Die Fahrt mit dem Regionalzug von Karlsruhe nach Konstanz – der Schwarzwaldbahn – dauerte etwas über 3 Stunden. Es war eine gemütliche Bahnfahrt. Das Wetter und die Aussicht aus dem Fenster war gut, die Zugbelegung nicht besonders stark und ich konnte es mir mit meinem großen Rucksack gemütlich machen. Gemächlich zogen die verschiedenen Landschaften nach und nach an mir vorbei. Und gegen Ende der Fahrt waren immer mehr Anzeichen, dass es zum Bodensee nicht mehr weit sein kann, zu erkennen.

Um 13:16 fuhr mein Zug im Bahnhof in Konstanz ein. Schuhe wieder enger gebunden, Rucksack geschultert und Hut aufgesetzt marschierte ich aus dem Bahnhof heraus und wurde vom lauten Verkehrslärm vor dem Bahnhof empfangen.
Ich orientiert mich kurz und lenkte meine Schritte Richtung Hafen. Schließlich wollte ich bevor ich gen Schwarzwald starte, wenigstens kurz einen Blick auf das „Schwäbische Meer“ geworfen haben. Die übergroße Imperia machte mir die Orientierung leicht, weil ich vor noch nicht allzu langer Zeit schon mal ihr zu Füßen stand.

Nun fotografierte ich die ersten Fotos, weil ich mir vorgenommen hatte, meine Querweg-Wanderung wieder wie die anderen Fernwanderungen auch in YouTube auf meinem Kanal zu dokumentieren.

Von der Imperia verabschiedete ich mich um wieder Richtung Konzil zurück zu laufen. Dort in der Nähe stand das erste Hinweisschild zu meinem Querweg und von nun an sollte die weiß-rote Raute auf gelbem Grund mein Wegzeichen und Richtungsgeber sein.

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Also – START.

Zuerst ging es entlang der Hauptstraße, über eine große Brücke und dann zog sich der Weg langsam aus der Stadt vorbei an der Universität Richtung Natur und Wald. Der Wettergott war mir hold und so hatte sich meine Stimmung nach diesem etwas missglückten Start mit den Anschlussproblemen wieder zusehends gebessert. Jetzt wollte ich mich auf meinen Weg konzentrieren.

Wie immer verließ ich mich nicht allein auf die Wegzeichen sondern ich startete wie gewohnt meine Navigations-App auf dem Smartphon und konnte so von Zeit zu Zeit kontrollieren, ob ich noch in der Spur war. Dass das schon Sinn macht, zeigte sich noch in der Stadt selber, wo man durch die Vielzahl der Ampeln, Straßenlaternen, Verkehrsschilder und sonstigen Dinge, die den Blick ablenken, nicht immer auf Anhieb die winzige Raute entdecken kann. Ein Blick auf das Navi zeigt einem sofort ob man richtig läuft oder ob man irgendwo ein Schild verpasst hat.

Es waren keine großen Umwege die ich zu laufen hatte, was übrigens für den ganze Weg galt. Manchmal hatte ich sogar durch das Navi den Vorteil zu erkennen, wo ich manchmal ausweichen oder einen alternativen Weg finden konnte, wie es zum Beispiel später noch auf der Strecke notwendig war.

Langsam kam ich raus aus der Stadt und dem Lärm. Nach der Universität erreichte ich den Erlebniswald Mainau, da endlich hatte mich die geliebte Ruhe in der Natur wieder erreicht. Jetzt begann der eigentliche Spaß und was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, die heißen Tage.

Von nun an ging es bergan auf den Bodanrück. Dort hatte ich bei einer kleinen Rast an einer Bank den ersten fernen Blick auf den Bodensee.

Mein Weg und die weiß-rote Raute führte mich nun über Litzelhausen, Wittmoos, Richtung Marienschlucht.

Ich wusste von dem Erdrutsch der vor einiger Zeit in der Marienschlucht Wege verschüttet hatte und war nicht überrascht auf Absperrungen zu treffen, die unmissverständlich klar machten, dass es gefährlich sei, trotzdem in die Schlucht zu steigen. Ich folgte daher den ausgeschilderten Umleitungen und bis kurz vor Langenrain.

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Vorbei an einem Friedwald mit dem Namen Waldruh St. Katharinen begann ich mir einen Lagerplatz zu suchen und baute dann mein Zelt für die Nacht an einem geschützten Platz auf.

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Ich organisierte meinen Schlafplatz und breitete alles wie gewohnt aus, sodass ich in der Nacht nicht lange nach den Utensilien suchen musste, wenn ich sie brauchte.
Ich schrieb noch einige Zeilen in mein Notizbuch, nahm noch eine Vespersalami und noch ein übriges Stück Brot zu mir bevor ich mich in meinen Schlafsack mummelte und müde endlich zur Ruhe kam.

Die Nacht verlief ruhig bis auf ein oder einige Rehe die laut durch die Nacht schrieen oder sagt man bellten. So hörte sich das eher an.

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